Das überragende Degustationsmenü im Restaurant “Fusion19“ an der Playa de Muro auf Mallorca – Der Test

Das Restaurant “Fusion19“ befindet sich in der Av. s’Albufera 23, Playa de Muro 07458, Mallorca. Im “Fusion19“ ist Küchenchef “Joan Josep Genestar“ und sein junger Koch Javier Hoebeeck für das kulinarische Wohl ihrer Gäste verantwortlich. Genestar hat viel Erfahrung in Restaurants von Madrid (El Olivo, Balzac) und auf der Insel (u. a. mit Jamie Oliver im Es Convent) gesammelt, nachdem er an der Hotelleriefachschule der Balearen seine Lehre beendet hatte.

Das Restaurant “Fusion19“ gehört zur Grupo Boulevard und fand auch im Guide Michelin eine Erwähnung. Die Küche hier ist mediterran asiatisch, halt eine Fusionsküche der Moderne.

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Ich machte mich auf den Weg zur Playa de Muro in das “Fusion19“ und wollte das Menü Degustation testen. Das “Fusion19“ ist Bestandteil des Boulevard Building Centers an der Playa de Muro. Das Restaurant besteht aus einem großen Raum mit einer verglasten Küche. Hier kann der Gast den Köchen bei der Arbeit zuschauen. Außerdem gibt es ebenfalls ausreichend Plätze vor dem Restaurant.

Das Restaurant ist im Innenbereich hell und modern gestaltet. Alles wirkt edel aber zugleich auch leger, ganz anders als bei all den anderen Restaurants vor Ort. Die Beleuchtung ist eine Andeutung an das Meer, in Form von Tintenfischen. Neben grau-weißem Mobiliar und hellen Holztönen strahlt das “Fusion19“ eine gewisse Eleganz aus.

Das 7-Gang-Degustationsmenü wird dem Gast für 42,- € angeboten. Das Restaurant hat für den Lunch von Montag – Sonntag von 13:00-17:00 h geöffnet und am Abend von 18:00-00:00 h. Weiterhin gibt es neben dem wechselnden Degustationsmenü, auch Gerichte a la carte. In den Wintermonaten schließt das Restaurant.

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Als Starter für meinen Test gab es zuerst ein Amuse Gueule. Eine sehr schmackhafte Wasabieiscreme mit Crunch. Danach wurde frisches Brot mit einer Schnittlauchcreme, Zitronenbutter, einer Creme von getrockneten Tomaten und einer Kräutercreme gereicht. Sämtliche Appetitanreger hatten feine Aromen und eine gute Konsistenz. Darauf folgte dann der Chef Appetizer. Das war ein Taco mit Tomatenmarmelade und eine Tasche gefüllt mit Oktopus. Beides war handwerklich gut gemacht, nur für meinen Geschmack sind diese Tacos mir häufig ein wenig zu fest, so auch hier der Fall. Ansonsten hatte der Gang wieder feine Aromen und gut abgestimmte Komponenten.

Nun folgte die erste Vorspeise als ein Lachs “Tiradito“ mit Früchten. Das ist ein vom Sashimi inspiriertes Ceviche. In dem Fall wurde die Tigermilch mit Erdbeeren kreiert und durch zwei fruchtige Gele unterstützt. Wenn auch der Lachs aus der Zucht stammte, zu sehen an den Fetteinlagerungen, war er zart und schmackhaft. Die Lotuswurzelscheiben unterstützten nicht nur die Dekoration, sondern auch geschmacklich das gesamte Gericht sehr gut. Das war ein würdiger Gang und weckte Erwartungen für die nächsten Gerichte.

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Als weitere Vorspeise / Zwischengang folgte nun ein Garnelen Carpaccio „Suquet“. Das Suquet ist eine traditionelle spanische Fischsuppe, der feinen Art.

Dieser Gang war ein Gedicht, sowohl das Carpaccio von der Garnele, das optisch fast wie eine hauchdünne Sülze in der Terrine daher kam, verziert mit mehreren aromatischen Gelen und wurde dann mit der herrlichen Suquet übergossen. Die Fischsuppe war sehr intensiv und kräftig im Geschmack, wie eine der besten Bouillabaisse, die ich gegessen hatte und würde einen Vergleich ohne Weiteres standhalten. Was für eine gute Vorspeise, ich war begeistert, auch von der Raffinesse mit der hier gearbeitet wird.

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Als nächste Kreation gab es Thunfisch mit Aubergine, Grünkohl und Brokkoli. Die Präsentation des Gerichtes war wieder top, auch das gewählte Geschirr brachte die Speise optisch wieder gut zum Ausdruck. Der Thunfisch selber war butterzart, dazu die aromatische und rauchige Aubergine in mehreren Texturen, frittierter Grünkohl und Brokkoli mit Kartoffelpüree. Das war wieder ein sehr guter Gang, der keine Wünsche offenließ.

Danach gab es Lammschulter in eigner Reduktion mit Trüffel, Pfifferlingen und einer Emulsion aus Pfifferling und schwarzem Knoblauch. Auch dieses erste Fleischgericht hatte wunderbar harmonierende Aromen und selbst das Fleisch war wunderbar zart.

Als Zwischengang folgten nun frische Früchte, die wieder für eine Überraschung, sowohl in der Präsentation, als auch im Geschmack und der Variationen sorgten.

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Es gab einen Drahtbaum mit Fruchtstücken. Der Baum wurde bestückt mit Ananas in Anislikör, Erdbeere mit Martini, Kirsche mit Aperolgel gefüllt und Melone in Pernod getränkt. In dem Röhrchen war ein Zitrusaft bestehen aus Yuzu, Limette, Zitrone und Orange. Alles war wieder erfrischend anders und sehr gut.

Der letzte Gang des “Menü des Chef“ war die Karotte in vier Texturen und die Orange in drei. Auch hier gab es nichts zu bemängeln, sondern nur zu loben. Von der Eiscreme über das Gel und der Gelatine bis hin zu einer feinen Sauce mit einem Karottencake, wurde alles geboten, was das Gemüse und die Frucht so hergeben.

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Als Abschluss gab es noch Petit Fours. Eine Praline von der Kokosnuss mit Himbeere und eine Schokoladenmandelpraline.

Der Service war jederzeit sehr freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit.

Fazit: Wer im Nordosten der Insel von Mallorca ein gehobenes und innovatives Restaurant sucht, der ist im “Fusion19“ von “Joan Josep Genestar“ bestens aufgehoben. Hier wird kreative Küche zu einem fairen Preis geboten. Das wechselnde Degustationsmenü (Menü des Chef) erhält von mir die Topempfehlung.

Bewertung:

Essen(x 2)

Vorspeise (x 1):      10

Hauptspeise(x2):      9empfehlung5 2

Nachspeise:(x1):     10

Service (x 1):           10

Ambiente(x 1):           9

Lokation (x 1):            8

Getränke (x 1):           9

Preis/Leistung (x 1): 10

Gesamt:                     9,4

 

Speisekarte aus dem Test:

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Route:

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Getestet: Oktober 2018

 

http://fusion19.com/de/

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