Bestes “Hydrolat“ für die Gourmetküche selber herstellen mit einfachsten Küchengeräten.

Hydrolate von Pflanzen und Kräutern sind ja nichts Neues. Sie sind nur mit der Industrialisierung in Vergessenheit geraten und finden derzeit eine Renaissance in den Gourmetküchen der Gastronomie. Wie kann man diese aber mit einfachen Küchenutensilien selber herstellen, ohne sich teure Destillationsapparate kaufen zu müssen. Das will ich heute mal zeigen und meinen Versuch mit frischem leckeren Thymianhydrolat beschreiben.

Was sind eigentlich Hydrolate ? Sie wurden früher auch als Pflanzenwässer, Blütenwässer oder aromatische Wässer bezeichnet und sind das Produkt aus der Wasserdampfdestillation von Pflanzen, Kräutern oder Rinden. Früher wurden mit dieser Methode die heilende Wirkung von Kräutern und Pflanzen für den Winter konserviert. Diese Methode des Wasserbrennens ist mit der modernen Medizin in Vergessenheit geraten. Hydrolate entstehen bei der Destillation und sind das Kondensat bei der Abkühlung dieses Vorgangs. Hydrolate enthalten unter anderem ätherische Öle, allerdings wesentlich milder in der Konzentration. Außerdem enthalten Hydrolate noch viele wertvolle Substanzen der verwendeten Pflanzen bzw. Kräuter. Hydrolate können durch den Zusatz von Alkohol bis über ein Jahr haltbar gemacht werden.

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Um keine schnelle Verkeimung zu bekommen, sollten alle verwendeten Aufbewahrungsbehälter auf jeden Fall sterilisiert werden. Das kann man am besten mit dem Ausspülen von kochend heißem Wasser erreichen. Also alles gut vorbereiten für den Destillationsvorgang in der Küche. Die Hydrolate muss man hinterher kühl und dunkel lagern, am besten in braunen Glasflaschen, die es im Internet oder in der Apotheke gibt.

Was benötigen wir nun für unsere Kondensationsmethode in der Küche. Erst mal die Pflanzenteile oder Kräuter, aus denen wir ein Hydrolat erstellen wollen. Ich habe hier einfach mal frischen Thymian genommen. Als Erstes suchen wir uns einen großen Topf und füllen ungefähr 500 ml Wasser hinein. Dann nehmen wir einen handelsüblichen Dampfeinsatz und legen diesen in den Topf. Das Wasser im Topf sollte unter diesem Einsatz sein. Zusätzlich geben wir noch ein Küchentuch in den Einsatz, damit feine Kräuter nicht in das Wasser gelangen. Dann geben wir eine Schale in den Einsatz. Diese dient als Auffangbehälter für unser wertvolles Hydrolat.

Haben wir alles so weit vorbereitet, geben wird unsere Pflanzen oder Kräuter in den Dampfeinsatz um die Auffangschale herum hinein. Die Pflanzen oder Kräuter kann man auch noch zerkleinern, um ein intensiveres Hydrolat zu erhalten. Als Abschluss kommt nun noch eine passende Edelstahlschüssel oben auf den Topf. Am unteren Rand der Schüssel wird unser Hydrolat in die Auffangschüssel durch den Kondensationsprozess laufen.

Als Erstes wird der Herd hochgestellt, bis man merkt, dass das Wasser im Topf zu kochen beginnt. Jetzt kann man den Herd runter stellen, da der Dampfprozess in Gang gekommen ist. Nun gibt man kaltes Wasser in die Edelstahlschüssel und etwas Eis, welches man ab und an austauscht, um den Kühlprozess aufrechtzuerhalten und damit dadurch der Kondensationsprozess fortlaufend stattfinden kann.

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Der ganze Prozess dauert ungefähr 20-30 Min. Wenn unsere Auffangschüssel voll ist, wird diese entleert und der Vorgang kann wiederholt werden. Bei jedem weiteren Vorgang nimmt die Intensität unseren Hydrolats natürlich ab. Diesen Vorgang sollte man max. dreimal wiederholen und danach frische Pflanzenteile verwenden.

Fazit: Das ist eine einfache Methode, um relativ schnell aromatische Hydrolate selber herzustellen und diese in der Küche zu verwenden. Man kann seine Speisen damit besprühen oder beträufeln und somit zusätzlich Aromen in einem Gericht erzeugen. Die dafür notwendigen Geräte hat fast jeder in seinem Haushalt vorrätig und der Vorgang geht schnell von der Hand. Mein Ergebnis mit dem Thymian-Hydrolat war sehr gut und es wurde ein sehr aromatisches Wasser, welches vielseitig in der Küche einsetzbar ist.

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6 Gedanken zu “Bestes “Hydrolat“ für die Gourmetküche selber herstellen mit einfachsten Küchengeräten.

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