Edele Königskrabben in Honningsvag / Norwegen – erleben und essen

Die Königskrabbe oder Kamtschatkakrabbe, gelegentlich aufgrund ihrer Größe auch Monsterkrabbe genannt, ist ein großer Mittelkrebs aus der Familie der Stein- und Königskrabben. Damit gehört sie nicht zu den Krabben im engeren Sinne. Sie gilt als Delikatesse und wird ausgiebig befischt.

Sie kam zuerst nur im nördlichen Pazifik (vor allem vor Japan und Alaska) vor, bis sie auch im Norden Europas in der Barentssee angesiedelt wurde, von wo aus sie sich als bioinvasive Art stark ausbreitete.

 

Königskrabbe
 
Ende der 1960er Jahre wurde die Krabbe von russischen Forschern in der Barentssee nahe Murmansk ausgesetzt, wo sie sich plangemäß stark vermehrte. Bis heute ist sie zu den norwegischen Lofoten vorgedrungen. Die Umsiedlungsaktion war von den Generalsekretären der Sowjetunion Josef Stalin und seinem Nachfolger Nikita Chruschtschow in die Wege geleitet worden, um die Versorgungslage in Moskau und Murmansk zu verbessern. (Zitat: Wikipedia)

Der Hafen von Honningsvag in Norwegen

Wer mal Königskrabben satt essen möchte, der muß nach Honningsvag in Norwegen fahren. Dort gibt es eine Krabbensafari mit dem Boot und anschließendem Essen oder aber wer darauf keine Lust hat und einfach nur die schmackhaften Tiere in einem Tippi essen möchte, kann dies natürlich auch gleich tun. Das lohnt sich, da das Geschmackserlebnis das eines Hummers noch übertrifft.

 

Fisherman’s House
  
 

Als erstes wird man zum Fishermans House gefahren, wo entweder die Königskrabbensafari per Boot statt findet oder wer darauf keine Lust hat, bekommt eine kleine Einweisung, fast schon Show, zu diesen majestätischen Tiere. Dieses Tier ist auf Grund seiner Größe schon sehr beeindruckend. 

   

Hier eine Königskrabbe mit Rogen
    

   
Man darf dann auch schon mal solch ein Tier selber halten, wenn man sich traut. Sollte aber aufpassen, dass sich das Tier nicht mit seinen Scheren in der Jacke verfängt. Von alleine lässt die Königskrabbe nicht mehr los. Man kann sie nur noch rausschneiden.

 

Die Norwegerin zeigt es, so wird es gemacht.
  
Ein mutiger Gast
 

Dann werden die Köningskrabben aus dem Becken genommen und für die Gäste zerlegt. Das schmackhafte Fleisch des Tieres ist zu 80% in den langen Beinen. 

  
   
  

Dann kommen die zerlegten Köningskrabbenteile in einen Topf mit Wasser und werden im Zelt gekocht.

  
   
Geduldiges Warten bei den Gästen, denen schon das Wasser im Mund zusammen läuft. Danach wird der Kessel mit dem heißen Wasser und den Tieren abgespült.

  
 

  
Dann werden die leckeren Happen, also Beine, unter Kraftanstrengung mit der Schere geöffnet und auf ein Tablett angerichtet.

   

Danach kann serviert werden, im Zelt, um das Lagerfeuer herrum.

Auf einem Holzbrett wird dann die wirklich leckere Mahlzeit serviert und es gibt Köningskrabbe satt, bis der Arzt kommt.

In Südkorea bezahlt man für das Kilo Königskrabbe bis zu 80,-€. Bei uns gibt die Krabbe bei 1,5- 1,7 kg im Internet für ca. 100,-€. Beim Gewicht wird aber immer der dicke Panzer mit berechnet.

  
 

Jeder bekommt hier sein Brett.
 
 
Wer danach noch Lust hat, kann in die bekannte Eis-Bar „Artico“ in Honningsvag gehen, bei geschätzten – 10 C Innentemperatur. Keine Angst, sie bekommen vorher eine dicke Jacke, die können sie sich über ihre Kleidung stülpen.

   
    
 
Honningsvag ist eine Reise wert, ob auf eigene Faust oder als Stop mit dem Kreuzfahrtschiff oder per Hurtigruten, es lohnt sich.

  
Hieraus wird der Schnaps ohne Alkohol im „Artico“ gereicht, ein Glas aus reinem Eis. Zum Wohl.

 

Getestet: Juli 2014

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5 Gedanken zu “Edele Königskrabben in Honningsvag / Norwegen – erleben und essen

  1. Bei unserer Norwegen Kreuzfahrt war das der beste Tag.Der Ausflug mit den Schlauchboot war schon einmalig und dann das Essen einfach spitze. Kann ich jeden Empfehlen .
    Super weiter soo.
    Viele Grüße
    Sibylle

    Gefällt 1 Person

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